Sa

24

Okt

2015

Meine Menschen...

Meine Menschen waren mal wieder in Friesland/NL im Segelurlaub und ich mußte mit. Nachher war's doch wieder ganz lustig. Einiges habe ich vom letzten Jahr wieder erkannt. Es war wieder frisch draussen, so daß ich meinen Fellwechsel beschleunigt habe. Chef hat sich mal die warmen Arbeitshandschuhe über die Füße gestülpt, sah der besch... aus. Ich habe nur mitleidig geschaut, siehe Foto. Im Boot habe ich gemerkt, daß ich gewachsen bin, der Platz unter dem Tisch war kleiner als letztes Jahr. Andererseits fühlt man sich darunter auf der grünen Decke wunderbar geborgen. Wir waren ab nachmittags bis zum nächsten Morgen meistens alleine an kleinen Anlegern, dort durfte ich fast alles tun und lassen wie ich wollte. Leider gab es keine Kanickel oder andere Spielkameraden. Nur auf einer Insel lebte ein Hahn, der allerdings so vorsichtig war, daß wir ihn nur hörten, aber nicht sahen. Das Segeln ging dann auch ganz gut, man mußte die Beine nur richtig beim Chef einfädeln, um nicht durch die Gegend zu rutschen.


Eines war anders als letztes Jahr: ich bin nicht ins Wasser gefallen! Nur einmal auf einem Spaziergang mit Chefin war ein Graben breiter als ich dachte und ich landete beim Sprung darüber in einer stinkenden, schwarzen Matsche. Blöderweise war Frauchen nicht mitgesprungen und ich mußte durch die Matsche zurück! Als ich mich neben ihr geschüttelt habe, hat sie etwas verkniffen geschaut, warum nur? Großer und kleiner Chef haben nachher so über uns beide gelacht, daß keiner an ein Foto dachte. Die Rache allerdings war fürchterlich: sie haben mich auf dem Steg mit Kaltwasser abgeduscht, so gut es ging. Trotzdem habe ich noch einige Tage erbärmlich gestunken, sagen sie. Wir könnten die Kreation "Matsch un' Moder hoch drei" nennen.


Heute auf dem Spaziergang (wir sind schon wieder 2 Wochen zurück) stand ich dann wieder bis zum Bauch im Matsch und ich sage nur ein Wort: Menschen! Sie haben mich später ins Bad gelockt, die Tür zugemacht und das Duschwasser angedreht. Und als ich schon dachte, es pasiert nichts weiter, wollte Chef mich in die Wanne heben. Ich habe ihn angeknurrt und das war ein großer Fehler, denn da hat er Ernst gemacht. Also rein in die Wanne, Dusche an und zum ersten Mal im Leben eingeseift.


Jetzt fällt mir auf, das Duschen war von langer Hand vorbereitet. Seit dem Urlaub und meinem Spezialparfüm stand die Badezimmertür häufig offen und es gab oft Leckerchen oder Fressen im Bad. Das war alles ein fauler Trick, um mich in Sicherheit zu wiegen. Meine Menschen!

So

09

Aug

2015

Urlaub in der Normandie

Nun ist der Sommerurlaub fast vorbei. Meine Menschen haben mich in die Normandie gefahren, im Auto war's etwas langweilig, auch wenn die Klimaanlage die schlimmste Hitze weggeblasen hat. Der Campingplatz war super, für die Menschen Blick aufs Meer bis Jersey und für mich ein Kanninchenstall direkt vor der Tür. Wenn zuviel gestreichelt wurde, habe ich die Kleinen manchmal mit Bellen oder Knurren von den Menschen erlöst.


Unternommen haben wir auch eine Menge: endlich mal wieder Wanderungen auf Felsenwegen in den Klippen, durch Salzwiesen, Watt- und Dünengebiete und Radtouren auf schönen abgeschiedenen Wegen. Im Meer baden fanden die Zweibeiner auch toll, mir war's ab Bauch aufwärts zu kalt. Lieber habe ich mit Tang, Muscheln und sogar Rochen-Skeletten getobt. Auch Krebsscheren sind prima zum Schütteln und Werfen.


Überraschen konnte ich meine Menschen zweimal sehr schön: wir machten an einem Strand große Pause, weil mir 25 km Radtour sonst zu viel geworden wären. Da habe ich mir einfach eine Kuhle gebuddelt, schön rund wie mein Rücken und so tief, daß nur noch Ohren und Nase obenrüber schauten. Ich konnte prima auf dem leicht feuchten, kühlen Sand schlafen. Genial, welche Ideen man als Hund hat.

Ein andermal ruhte eine Schafherde hinter einer Hecke. Als ich um die Ecke bog, waren sie und ich nur aufmerksam, aber als Chef mit seinem Fahrrad in Sicht kam, kriegten die Schafe Panik (wegen des Chefs!?!). Ich bin ihnen bis in den Stall auf den Fersen geblieben, lass die Menschen doch rufen und pfeifen... Komisch nur, daß auch der Bauer rumgebrüllt hat. Und meine Menschen sind einfach weiter geradelt. Aber das war nur ein Trick; als ich um die Kurve hinterher rannte, hatten sie sich dort versteckt, mich sofort an der Leine und ich mußte mit zurück zum Bauern. Der fand es toll, daß wir zurückkamen und uns entschuldigten (wofür eigentlich, er brauchte die Schafe nicht mehr reinholen). Zum Glück verstand er Frauchens Französisch und meinte etwas später, sowas käme eben vor bei "berger belge", es wäre ja nichts weiter passiert.


Ach ja: mein Wasser trinke ich inzwischen auch aus der Flasche, mit jedem Versuch klappt es besser.

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So

28

Jun

2015

Hurra! Ich bin Neffe  geworden

Ja, gibts denn sowas: da ist doch der gesamte Text unter der Üebrschrift verschuwnden. Also nochmal in Kürze: Gratulation, meine Oma Kiwi ist  wieder Mama geworden. Also habe ich jetzt ein paar Onkels und Tanten mehr. Das kriegen die Zweibeiner eher selten hin, da sind wir besser.

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So

21

Jun

2015

Nur wenig Neues

Die Tage gehen dahin und alles geht seinen regelmäßigen Gang, fast jedenfalls. Inzwischen bin ich in der Hundeschule bei den Großen, das ist blöd. Dort wird nicht mehr gespielt, sondern nur noch gearbeitet. Ausserdem sind die anderen dort manchmal komisch: einer muß mit Maulkorb rumlaufen, weil sein Frauchen Angst vor seinen Zähnen hat. Dem habe ich beim ersten Mal gleich gezeigt, wer ich bin; kann ich was dafür, daß der sich nicht richtig wehren kann. Ein kleiner Terrier hat 'ne große Klappe, also gabs Haue. Blöderweise hat er nicht nachgeben und wir haben uns ordentlich geprügelt, bis ein Mensch seine Leine zu fassen bekam und der Terrier über mir in der Luft zappelte. Er hat an der Zunge geblutet und ich habe hinten links und vorne rechts gehumpelt. Gestern war ein Berner Senn-Mischling da, wenn der keine Lust mehr hatte, ist er einfach sitzen geblieben; schwer genug ist er ja.


Letzte Woche waren Frauchen und Klein-Chef zwei Tage weg. Da mußte ich Herrchen zur Arbeit begleiten. Zum Glück war er mit netten Kollegen zusammen und ich konnte wenigstens ein bisschen spielen. Ab und zu bin ich einfach durch offene Türen gegangen und habe Leute vom Arbeiten abgehalten. Aber insgesamt hatte ich zuviel Schlaf unter dem Schreibtisch.


Radfahren klappt jetzt ganz gut. Allerdings muß ich mit meinen Kräften haushalten, radfahrende Menschen haben doch mehr Ausdauer. Meine Spitzenleistung im Kurzsprint war, Herrchen bei 35 km/h locker einzuholen und zu überholen. Er hat dann aber schnell gebremst und prompt hat es mich hingehauen, weil die Pfoten für meine enge Kurve einfach zu wenig Gripp hatten. Wie kann man da Profil draufbringen? Spannend war ein drei Tage alter Blitzeinschlag, den wir unterwegs fanden. Der Baum raucht noch von innen heraus, obwohl er aussen eigentlich noch gut aussah, wenn man davon absieht, daß es den Stamm von der Wurzel gehauen hatte. Der Boden drumherum war noch so heiß, daß ich lieber aus der Entfernung geschaut habe.


Ein neues Video steht auf Onedrive! Bis demnächst

Sa

28

Feb

2015

Schon wieder zwei Monate älter

Jetzt ist schon wieder viel Zeit vergangen. Herrchen hat heute endlich die Schnee-Fotos von mir in allen Fluglagen auf onedrive hochgeladen; schauen lohnt sich. Links seht Ihr ein Beispiel, es gibt trotz falschem Weißabgleich noch bessere.


Der Schnee ist schon lange weg, aber die Wochenenden sind dennoch ganz reizvoll. Heute vormittag waren wir eine Stunde mit dem Fahrrad unterwegs. Ganz toll war der Freilauf neben dem Rad. Ich wollte schon gerne wissen, ob Herrchen mit dem Ding schneller als ich ist, aber er hat nicht mitgespielt.

Hundeschule etwas später war die reinste Katastrophe. Erst durfte ich nicht mitspielen, weil ich so unruhig war. Dann war Herrchen genervt und nichts klappte mit uns. Erst Gundi, die Trainerin, hat mir dann gezeigt, worum es ging, nämlich um das sofortige Loslassen von gefundenen Leckerlis. Das finde ich schon ein wenig schwierig!

Nachher waren wir noch auf eine Runde im Wald. Vor uns spazierten 4 Rehe über den Weg, leider hat Frauchen sie zuerst erspäht. Wir trafen einen jungen Labrador, mit dem ich prima durch die Bäche spielen durfte. Später sind uns zwei Windhunde begegnet, deren Frauchen mich mit "was für ein Lieber" begrüßt hat. Einer Ihrer Hunde ist aus Angst vor mir abgehauen, der hatte die Rechnung aber ohne mich gemacht! Eine tolle Jagd! Und so eine schöne Aufregung bei den Menschen! Bei meinen nur ein bißchen, das andere Frauchen kreischte etwas rum und besonders die an der Wegekreuzung waren verblüfft, als die Erde beim Abbiegen vom Windhund und kurz danach von mir nur so um Ihre Beine flog. Wir waren schon ausser Sicht, als Herrchen in die Hundepfeife pustete; ich bin sofort mit gleicher Geschwindigkeit zurück, wieder um die Ecke, wieder an den Leuten vorbei. Die Mordsgaudi hat weniger als 20 Sekunden gedauert! Und der Windhund, die feige Nuss, kam erst viel später wieder an!


Nun liege ich im Wohnzimmer und pflege meine Pfote; irgendwie habe ich mir einen Ballen etwas aufgerissen. Vielleicht hätte ich doch nicht so rasant um die Kurve gehen sollen. Aber sonst ist alles klar und Vogesenhunde kennen keinen Schmerz!